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ERP-Trends · SAP Insights · Supply Chain ManagementERP-ImplementierungERP Information 3/2026www.erp-information.deDas Fachmagazin für den unternehmensweiten IT-Einsatz

Editorial

Prof. Dr. Sandy Eggert ist Chefredakteurin der Zeitschrift ERP Information.

Liebe Leserinnen und Leser,

eine ERP-Umstellung bringt viele zu treffende Entscheidungen mit sich. Zunächst muss die Auswahl des neuen Systems erfolgen. Bei einigen Systemen muss zudem ein Implementierungspartner gefunden werden. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ist der Markt äußerst unübersichtlich und häufigen Fusionen oder Übernahmen ausgesetzt. In unserer Redaktion arbeiten wir intensiv daran, nicht nur Marktentwicklungen aufzuzeigen, sondern auch Lösungen in ihrer Funktionsvielfalt zu präsentieren. Jedoch müssen sich Unternehmen vor einer Marktsondierung grundsätzlich bewusst machen, welche Verbesserungen mit dem neuen System erreicht werden sollen, welches Geschäftsmodell unterstützt werden soll und welche Prozesse betroffen sind. Zudem sollten Architekturfragen geklärt werden, auch um mögliche zukünftige Anwendungen integrieren zu können und Lizenzkostenmodelle abzuwägen. Erst dann ist eine Marktbetrachtung wirklich sinnvoll. An dieser Stelle ist es wichtig zu betonen, dass eine ERP-Implementierung kein reines IT-Projekt ist, so wie es eindrücklich ein Experteninterview aufzeigt.

Mit dieser Ausgabe verschaffen Sie sich einen guten Überblick über aktuelle ERP-Systeme, die in detaillierten Produktvorstellungen Funktionsumfang und Einsatzbereiche aufzeigen. Für eine gezielte Betrachtung von SAP-Lösungen finden Sie eine Übersicht über 45 auf kleine und mittlere Unternehmen fokussierte SAP-Dienstleister.

Weiterhin beschreibt ein Fachartikel in dieser Ausgabe, wie sich Identity & Access Management (IAM) vom klassischen Identity Management (IdM), also der technischen Verwaltung von Benutzeridentitäten und Berechtigungen, unterscheidet und welche Herausforderungen damit verbunden sind. Zudem wird in einem Expertenbeitrag aufgezeigt, welche Rolle der Informationsaustausch für den Erfolg von Supply-ChainKollaborationen spielt und was das Konzept des „Supply Chain Information Sharing“ beinhaltet. Außerdem wird aufgeführt, welche Herausforderungen für Anbieter und Anwender beim Einsatz KI-gestützter Werkzeuge bestehen.

Die Rubrik SAP Insights zeigt in dieser Ausgabe, wie n8n verschiedene Anwendungen und KI-Agenten in Workflows miteinander verbindet und SAP n8n in Joule Studio integrieren möchte. Ein weiterer Beitrag dieser Rubrik erklärt, weshalb SAP-Transformationen nicht allein durch moderne Tools erfolgreich werden, sondern ein durchgängiges Steuerungsmodell benötigen. Außerdem wird diskutiert, wie realistisch SAPs angekündigtes Zielbild einer autonomen Lieferkette ist.

Zudem finden Sie in dieser Ausgabe eine Marktübersicht zum aktuellen CRM-Markt sowie exklusive Einblicke in die Rolle einer Senior Platform Product Managerin. Ferner zeigt das Format „Die besten SAP-Alternativen“ detailreich Leistungs- und Funktionsumfang von zehn ERP-Systemen.

In der vorliegenden Onlineausgabe lesen Sie ausgewählte Fachbeiträge wie gewohnt vollständig kostenfrei!

Ihre Sandy Eggert

Fachbeiträge

 
  • Expert Advice: Identity & Access Management (Björn Rolka)

    Leseprobe
    … weshalb das Ende von SAP IdM eine strategische Neuausrichtung von Identity & Access Management erfordert und wie IAM zur zentralen Plattform für Governance, Compliance sowie effiziente Finance-Prozesse wird.

  • ERP-Systeme im Umbruch: Plattform, Produktivität und KI (Carsten Wagner)

    Leseprobe

    … auf welche Grenzen etablierte ERP-Anbieter stoßen, weshalb ein Wandel erforderlich ist und welche Veränderungen notwendig sind, um die Zukunftsfähigkeit zu sichern.

  • Die Zukunft der Supply Chain ist vernetzt: Informationsaustausch als Schlüssel zum Erfolg (Tamer Abdulghani, Herwig Winkler)

    Leseprobe
    …welche Rolle der Informationsaustausch für den Erfolg von Supply-Chain-Kollaborationen spielt und durch welche Faktoren die Effektivität des Informationsaustauschs in Supply-Chain-Kollaborationen beeinflusst wird.

  • Interview: ERP-Implementierung ist kein IT-Projekt – sie ist Kulturarbeit (Johannes Gorzawski) (

    E-Journal/Print

  • Wer steuert künftig die Lieferkette – Mensch oder KI? (Thomas Henzler)

    E-Journal/Print
    … wie realistisch SAPs angekündigtes Zielbild einer autonomen Lieferkette ist und welche Voraussetzungen Anwender und Softwarekonzern schaffen müssen, um es erfolgreich umzusetzen.

  • Neue Marktstudie: 45 SAP-Partner im Überblick (Katharina Kompalka)

    E-Journal/Print

    …wie das Produktportfolio der SAP-Partner aussieht und auf welche Branchen SAP-Partner ausgerichtet sind.

Lesetipps

Von der Tool-Landschaft zum Steuerungsmodell: SAP-Transformation steuern

Alexander Brocksieper

Zusammenfassung

Integrierte Toolchains gewinnen in SAP-Transformationsprojekten zunehmend an Bedeutung – laut DSAG-Investitionsreport 2026 nutzen bereits 24 % der befragten Anwenderunternehmen entsprechende Lösungen, weitere 39 % planen deren Einsatz. Technologische Verfügbarkeit allein genügt jedoch nicht: Viele S/4HANA-Transformationen erreichen ihre technischen Ziele, verfehlen aber den angestrebten Geschäftsnutzen, weil es an durchgängiger Steuerung fehlt. Der Beitrag zeigt, warum technische Integration allein das zentrale Steuerungsproblem nicht löst, wie Business Transformation Management (BTM) Prozesse, Architektur, Umsetzung und Nutzung zu einem gemeinsamen Steuerungsmodell verbindet und welche Rolle Governance dabei spielt, aus einer Tool-Landschaft tatsächlich Business Value zu erzielen.

 

FAQ – Business Transformation Management in SAP-Projekten

Sie erreichen zwar ihre technischen Projektziele, verfehlen aber den angestrebten geschäftlichen Nutzen: Prozesse bleiben fragmentiert, Komplexität steigt, und Informationen sind verteilt über Systeme, Tools und Verantwortlichkeiten – Abhängigkeiten und Prioritäten bleiben dadurch intransparent.

Technische Integration bedeutet, dass Systeme Daten austauschen und Objekte synchronisieren – das reduziert Medienbrüche, beantwortet aber keine
Managementfragen wie etwa, welche Eigenentwicklung geschäftskritisch ist oder wer bei Zielkonflikten entscheidet.

BTM versteht Transformation nicht als Folge isolierter Projekte, sondern als kontinuierliche Managementaufgabe. Im SAP-Kontext verbindet der Ansatz Prozessmanagement (Signavio), Enterprise Architecture Management (LeanIX), Application Lifecycle Management (CALM) und digitale Adoption (WalkMe) entlang eines gemeinsamen Transformationsmodells.

  • tatsächliche Geschäftsprozesse und Varianten
  • Anwendungen und technische Abhängigkeiten
  • Anforderungen, Arbeitspakete und Tests
  • Nutzung und realisierter Business Value

Ein System kann technisch erfolgreich eingeführt sein, obwohl Mitarbeitende weiterhin alte Transaktionen, Excel-Lösungen oder manuelle Umwege nutzen. Adoption-Werkzeuge wie SAP WalkMe können zeigen, wo Prozesse abgebrochen oder umgangen werden – Nutzung und Wirkung müssen daher aktiv gemessen und gesteuert werden.

  • Geschäftsziele und messbare Wirkungen definieren
  • Kritische Prozesse, Anwendungen und Abhängigkeiten identifizieren
  • Führende Systeme und Verantwortlichkeiten festlegen
  • Entscheidungen mit Anforderungen, Maßnahmen und Tests verbinden
  • Wirkung, Betrieb und Nutzung nach dem Go-live gemeinsam messen

Agentic ERP: Die Transformation von SAP S/4HANA durch KI-Agenten und Workflow- Orchestrierung mit n8n

Peter Preuss

Zusammenfassung

Mit der strategischen Beteiligung an dem Berliner Automatisierungsanbieter n8n treibt SAP den Wandel vom klassischen, transaktionalen ERP-System hin zu einer offenen, KI-gestützten Prozessplattform voran. n8n soll nativ in Joule Studio integriert werden und dort als Orchestrierungs-Layer zwischen SAP S/4HANA, KI-Modellen und Drittsystemen fungieren. Der Beitrag zeigt, wie n8n als Workflow-Automatisierungsplattform funktioniert, welche konkreten Einsatzszenarien im SAP-Umfeld entstehen – von automatisierter Auftragsanlage über Stammdatenfreigaben bis zur Überwachung kritischer SAP-Vorgänge – und welche Herausforderungen bei Sicherheit, Skalierbarkeit und dem Umgang mit nichtdeterministischer KI zu bewältigen sind.

 

FAQ – Agentic ERP mit n8n und SAP S/4HANA

SAP hat strategisch in den Berliner Automatisierungsanbieter n8n investiert und dessen Bewertung damit auf 5,2 Milliarden US-Dollar verdoppelt. n8n soll künftig nativ in Joule Studio, SAPs Umgebung zur Entwicklung von KI-Agenten auf der SAP Business Technology Platform, eingebettet werden.

n8n ist eine Workflow-Automatisierungsplattform, bei der Prozesse aus miteinander verbundenen Nodes aufgebaut werden. Ein Workflow startet durch einen Trigger (z. B. Zeitpunkt, E-Mail, Webhook) und führt anschließend definierte Verarbeitungsschritte aus – inklusive eines speziellen KI-Agent-Nodes, der mit verschiedenen Sprachmodellen verbunden werden kann.

n8n kann als flexible Automatisierungs- und Orchestrierungsschicht zwischen dem transaktionalen Kernsystem SAP S/4HANA, der SAP BTP und externen KI-Modellen bzw. Cloud-Diensten fungieren. Offizielle SAP-spezifische n8n-Nodes befinden sich in Entwicklung und sollen im dritten Quartal 2026 verfügbar werden.

  • Automatische Anlage von Kundenaufträgen aus E-Mails, Webformularen oder Portalen über die S/4HANA-OData-API
  • Automatisierte Stammdatenänderungen mit Prüfung und Freigabe über n8n, bevor sie an S/4HANA übergeben werden
  • Überwachung kritischer SAP-Vorgänge wie offener Posten oder Intercompany-Differenzen mit automatischer Eskalation

Sicherheit, Governance und Compliance haben hohe Priorität, da KI-Agenten auf sensible Finanz-, Personal- oder Lieferkettendaten zugreifen können. Hinzu kommen Anforderungen an Skalierbarkeit bei hoher Prozesslast sowie der Umgang mit der Nichtdeterministik generativer KI, etwa durch Human-in-the-Loop-Freigaben und Monitoring.

Es entsteht eine mehrschichtige, ereignisgesteuerte Architektur: Im Backend verbleiben die transaktionalen Kernsysteme, darüber liegt die Daten- und Integrationsschicht der SAP BTP, und n8n übernimmt als Orchestrierungsschicht die Verbindung von KI-Agenten, APIs und Prozesslogik – ERP-Systeme entwickeln sich damit zu intelligenten, ereignisgesteuerten Ökosystemen.

Erfolgreiche Projekte

 

Uwe Werner IT Einkaufsberatung GmbH

Uwe Werner IT Einkaufsberatung unterstützt Bühler Group bei der SAP-Vertragsgestaltung

KUMAVISION AG

Abschied vom Serverraum: Der Großhändler Farben Sigel wechselt mit KUMAVISION in die SaaS-Welt

Systeme

 

ams.solution AG

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Step Ahead GmbH

Warum Handelsunternehmen ein ERP brauchen, das die Branche versteht

Softengine GmbH

Das Softengine ERP-Ökosystem: Für jede Branchenherausforderung das passende ERP

GWS Gesellschaft für Warenwirtschaftssysteme mbH

gevis ERP | VEO: Cloud-ERP für den Großhandel von morgen

DeskWare Products GmbH

ERP-Projekte – Fertigung für KMU

D&G-Software GmbH

ERP-Projekte ohne Bauchschmerzen – Planbar. Effizient. Zukunftssicher.

Asseco Solutions AG

APplus: ERP-System für mittelständische Fertigungsunternehmen

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Proalpha ERP: Die SAP-Alternative für mittelständische Fertigungsunternehmen

Sta*Ware EDV Beratung GmbH

Keeping business on course for success

mesonic software gmbh

Eine Software – alles drin. Mehr Freiraum mit der mesonic WinLine

Complan & Partner GmbH

MerkatorIQ – ERP-Komplettlösung