PSIpenta/ERP bei Keller Lufttechnik: „Wertschöpfung reloaded“
Keller Lufttechnik setzt seit vielen Jahren auf PSIpenta/ERP. Mit Einführung des Moduls „Projektstrukturen“ hat der Anlagenbauer die Datentransparenz maximiert und ein besseres Verständnis für die eigene Wertschöpfung gewonnen.
Keller Lufttechnik ist Spezialist für saubere Luft in industriellen Arbeitsumgebungen. Seit über 100 Jahren entwickelt das Familienunternehmen Absauglösungen für unterschiedlichste Branchen und setzt seit den 90er Jahren auf das ERP-System PSIpenta. Die Migration auf die neueste Version nutzte das Unternehmen, um seine IT-Landschaft zu konsolidieren und die Produkt- um eine Projektsicht zu erweitern.
Kombination von Produkt- und Projektsicht
„Wir haben in PSIpenta bisher unsere Anlagen als Produkt in den Fokus gerückt. Unsere Wertschöpfung liegt aber nicht allein in der Produktion eines Filtergeräts, sondern auch in vielen angrenzenden Prozessen – beginnend bei der Lösungsfindung für den Kunden (Engineering) bis zur Montage und Inbetriebnahme eines funktionierenden Systems“, erläutert Melanie Reim, Verantwortliche für Lean Management. „Was uns fehlte, war die im Anlagenbau essenzielle Sicht auf jedes Projekt, vor allem in Bezug auf Termine und Budgets.“
Transparenz als Ziel
Die neue Herangehensweise verfolgt klare Ziele:
- Vereinheitlichung des Projektmanagements mit verknüpften Terminen und durchgängiger Visualisierung
- Fokussierung auf erfolgsrelevante Meilensteine, die Änderungen und Nachkalkulationen schnell sichtbar machen
- Nutzung von Projekterkenntnissen, um Prozesse zu verbessern
- Transparentere, fairere Kosten durch kombinierte Kalkulation
Einführung der Projektstrukturen
Kern der Umsetzung war die Einführung der PSIpenta/Projektstrukturen und damit standardisierte Strukturen, die sich flexibel anpassen lassen. Dabei werden Meilensteine – von der Freigabe eines Schaltplans bis zur Inbetriebnahme – ebenso abgebildet wie übergeordnete Unternehmensziele. „Der Aufbau der Strukturen ist so simpel wie effektiv“, erklärt Melanie Reim. Meilensteine bilden die oberste Ebene, darunter folgen Tätigkeiten und Bearbeitungsprozesse sowie Zeitbudgets mit Fertigungsaufträgen. So entsteht eine Gesamtsicht ebenso wie Detailtransparenz zu Verantwortlichen, Terminen oder Status.
Neues Prozessverständnis
Dank der Projektstrukturen arbeiten heute alle Abteilungen auf einer gemeinsamen Ebene – auch, weil alle Systeme über eine Middleware verknüpft sind und eine konsolidierte Datenbasis geschaffen wurde. Objekt-Workflows unterstützen die Automatisierung, Projektverantwortliche sehen projektübergreifend anstehende Schritte oder kritische Status. „Bereits in den Workshops, in denen wir gemeinsam diskutiert haben, was eigentlich die erfolgsrelevanten Schlüsselstellen in unseren Projekten sind, ist ein ganz anderes Bewusstsein für Details und gleichzeitig für das große Ganze entstanden“, so Melanie Reim. Ähnliches gelte für zahlreiche Verbesserungspotenziale, die bei der Erarbeitung des Konzepts identifiziert wurden. Mit diesem neuen Verständnis erfolgt Optimierungsarbeit nicht mehr nur abteilungsbezogen, sondern an den Schnittstellen im ganzen Prozess.
Blick nach vorn
Dieses Projekt zeigt, wie wertvoll es ist, ERP nicht als einmaliges IT-Projekt, sondern als kontinuierlichen Prozess zu verstehen. Durch die kombinierte Produkt- und Projektsicht und die Einführung eines neuen ERP-Moduls hat Keller Lufttechnik ein neues Verständnis für Wertschöpfung entwickelt – transparent, effizient und zukunftsorientiert.

